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Rotklee – kein Hexenzauber sondern Hilfe bei Wechseljahrsbeschwerden


Aachen, den 13. Dezember 2005: Schon vor Jahrhunderten galt Klee als Wundermittel gegen verschiedene Krankheitsbilder. Heute ist die Zauberkraft der Pflanze durch zahlreiche Studien weitgehend aufgeklärt, in denen Forscher die Wirkungen der Rotklee-Inhaltsstoffe unter die Lupe nahmen. Durch den hohen Isoflavongehalt fällt dem Rotklee vor allem in der Therapie der weiblichen Wechseljahrsbeschwerden eine der bedeutensten Rollen zu, berichtet heute die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen.

Rotklee fand in frühen Zeiten große Verehrung und galt als Heilquelle bei Krankheiten wie Durchfall, Bronchitis, Hautproblemen und Depressionen. Noch bis heute hält sich das Mysterium des vierblättrigen Kleeblattes aufrecht, das abergläubischen Menschen Glück bringen soll. Dass man dem Kleeblatt eine gesunderhaltende Macht zusprach, kommt nicht von ungefähr: Heute ist erwiesen, dass die Rotkleepflanze einen hohen Anteil an Isoflavonen aufweist. Isoflavone sind Phytoöstrogene und gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie haben antimikrobielle, antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften, weiterhin sollen sie hormonbedingten Krebsentstehungen entgegenwirken und die Cholesterinwerte senken. Zum Einsatz kommen Isoflavone heute vor allem bei Wechseljahrsbeschwerden als Alternativtherapie, da sie dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen ähnlich sind. Das Klimakterium der Frau beginnt in etwa ab dem 40sten Lebensjahr, wobei die Östrogen- und Gestagenproduktion kontinuierlich abnehmen. Durch diesen Hormonabfall kommt es zu klimakterischen Symptomen wie unregelmäßigen, schwächeren Blutungen, bis hin zum völligen Aussetzen der Periode, mit Hitzewallungen einhergehende Schweißausbrüche und Schlafstörungen. Der Hormonmangel kann ernsthafte Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose oder sogar Krebs nach sich ziehen. Um gegen die Vielzahl von Beschwerden vorzugehen, war es bisher fast schon üblich, Hormone als Ausgleich zum Körperhormonverlust einzunehmen, was jedoch wiederum andere negative Auswirkungen auf den Körper mit sich brachte. So steht vor allem das Risiko bösartiger Zellneubildungen im Brustbereich, Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte im Mittelpunkt der Diskussion über eine geeignete Hormonsubstitution. Diese Aspekte halten immer mehr Frauen davon ab, sich einer konventionellen Hormontherapie zu unterziehen. Folglich ist die Frage nach Alternativen groß. Aufgrund der Östrogenähnlichkeit können die Phytoöstrogene die selben Andockstellen der Zellen besetzen und somit einem Östrogenmangel entgegenwirken. Sie ergänzen aber nur die Defizite der körpereigenen Hormone, so dass es nicht zu einem Hormonüberschuss kommt und führen zu einer milden und harmonischen Ausgleichsfunktion, vor allem aber haben sie keine schädlichen Nebenwirkungen. Soja, dessen positiver Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden in Asien schon seit Jahrtausenden bekannt ist, weist große Anteile an Isoflavonen auf. In der Isoflavon-Zusammensetzung erweist sich Rotklee jedoch als noch wertvoller. Rotklee beinhaltet neben einer höheren Konzentration an Genistein und Daidzein, die auch in Soja zu finden sind, noch Biochanin A sowie Formononetin. Die positiven Aspekte von Phytoöstrogenen, vor allem der Rotklee-Isoflavone, stellen eine natürliche Behandlungsalternative von Wechseljahrsbeschwerden dar, fassen die Ernährungsexperten der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik abschließend zusammen.

20.12.2005

(Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.)


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