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Internet-Test: Wie hoch ist mein Herzinfarktrisiko? |
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Immer mehr Frauen leiden an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der häufigsten Todesursache in Deutschland. 20 Prozent aller Medikamente, die Frauen verschrieben werden, sind Herz-Kreislauf-Präparate. Dabei schätzen Experten, dass sich acht von zehn Herzinfarkten allein durch einen gesünderen Lebensstil vermeiden lassen. Denn neben dem Alter spielt zum Beispiel eine Rolle, ob man raucht und wie hoch Blutdruck und Cholesterinspiegel sind. Interessierte können ab sofort auf den Internetseiten der Techniker Krankenkasse (TK) unter www.tk-online.de ganz einfach testen, wie groß die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung für sie tatsächlich ist. Anschließend gibt's Tipps, wie man das Risiko selbst aktiv senken kann.
Der Test zeigt, wie wahrscheinlich es ist, in den nächsten zehn Jahren an einer tödlich verlaufenden Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken. Besonders wichtig ist diese Frühwarnung für Frauen: Bei ihnen dauert es nach einem Herzinfarkt meist länger als bei Männern, bis die Beschwerden richtig gedeutet werden. Denn der Infarkt zeigt sich bei Frauen oft durch untypische Symptome wie Bauchschmerzen und Übelkeit statt des klassischen Engegefühls in der Brust. Deshalb ist für Frauen auch die Chance einen Herzinfarkt zu überleben geringer als bei Männern. Ein weiterer Grund hierfür ist, dass Frauen im Durchschnitt acht Jahre älter sind, wenn sie einen Infarkt erleiden. Bei Männern gilt ein Alter ab 45 Jahren als Risikofaktor, bei Frauen erst ab 55 Jahren.
"Insbesondere für Frauen ist neu, dass sie ihr Erkrankungsrisiko jetzt genau bestimmen können", erklärt Christine Vietor, TK-Expertin für dieses Projekt. "Da sie nach wie vor deutlich seltener betroffen sind als Männer, ist eine breite Datenbasis notwendig, um gesichert abzubilden wie gefährdet sie sind." Mit der so genannten SCORE-Deutschland Risikotabelle, die dem Test zugrunde liegt, ist dies erstmals möglich. Bisher geläufige Risikotabellen haben das Erkrankungsrisiko um bis zu hundert Prozent überschätzt.
"Ein weiterer Vorteil des Tests ist, dass er erstmals nicht nur das Risiko für eine Koronare Herzkrankheit abbildet, sondern für alle Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich des Schlaganfalls", sagt Vietor. Führt der Test zu einem kritischen Ergebnis, sollten betroffene Frauen mit ihrem Arzt schauen, welche Faktoren selbst positiv zu beeinflussen sind. "Wer nicht raucht, häufig spazieren geht, Sport treibt und zu frischem Gemüse greift, kann sein Herzinfarktrisiko deutlich senken", betont die Expertin. "So halbiert zum Beispiel eine 55-jährige Raucherin ihr Risiko, in den nächsten zehn Jahren an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, wenn sie das Rauchen aufgibt."
Praktische Tipps, wie man vom Glimmstängel loskommt oder Blutdruck und Cholesterinspiegel senken kann, gibt es auch direkt im Anschluss an den Herz-Kreislauf-Test bei der TK im Internet.
Zum Hintergrund Der Test auf www.tk-online.de basiert auf der SCORE-Deutschland Risikotabelle und damit dem neuesten Stand der Forschung (Keil U. et al., Deutsches Ärzteblatt 2005; 102: A1808-1812). Die Risikotabelle beruht auf aktuellen und repräsentativen Daten der deutschen Bevölkerung und kann so das individuelle Erkrankungsrisiko für Frauen wie Männer realistisch einschätzen.
13.02.2006
(Quelle: Techniker Krankenkasse)
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