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An diesem Guinnessrekord soll das Gesundheitswesen genesen


Duisburg - Mit Rekorden kennt sich der Duisburger Apotheker und Aktionskünstler Rudolf Kley aus. 1985 wurde er wie Boris Becker und Keke Rosberg (Ex-Weltmeister Formel 1) in letzter Minute in das Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen wurde. Der Rekord für die längste abstrakte Bildfolge, deren Einzelbilder ihn in viel öffentliche und private Sammlungen brachte, wurde nie gebrochen.

Mit fast 60 Jahren startet der Apotheker, der im Juli die "Initiative gegen die Enteignung von Volksgesundheit" gegründet hat, jetzt im Zusammenhang mit dieser Initiative einen neuen Rekordversuch. Rudolf Kley will möglichst viele Menschen auf einem Bild vereinen, die sich angesichts der augenblicklichen Gesundheitspolitik um ihre Gesundheit sorgen. Dieses größte Protestbild aller Zeiten soll die Forderung der Initiative nach Absenkung der Mehrwertsteuer auf alle Gesundheitsprodukte, auf Arzneimittel und alle Dienstleistungen im Gesundheitswesen, unterstreichen. Selbstzahler sparen dadurch viel Geld aber vor allem die Krankenkassen werden gleich um mehrere Milliarden EUR entlastet. Diese Forderung steht auch auf dem T-Shirt der Initiative: "Wir lassen uns von diesen Damen nicht mit dem Klammersack pudern!" Wie ein erhobener Zeigefinger verbindet eine Wäscheklammer die Portrait-Hälften von Angela Merkel und Ulla Schmidt. Abgebildet ist auch ein Klammersack aus DDR-Zeiten. Die Vorlage für das T-Shirt kann man sich hier herunterladen und im DINA4 Format ausdrucken lassen: http://www.deapo.de/images/gesundheitswesen/klammersack.jpg

Rudolf Kley möchte, dass ihm möglichst viele Bürger ihr Porträtfoto zusenden auf dem auch diese Vorlage zu erkennen ist. Sei es, dass sich die Betreffenden diese Vorlage sprichwörtlich vor die Brust nehmen -nämlich in Brusthöhe halten - oder dass sie sich das T-Shirt der Initiative besorgen oder selbst eines drucken lassen. Im Zeitalter der Digitalfotografie sollte dies kein Problem sein. Die Mail bitte an deapo@t-online.de Stichwort "Klammersack" senden mit der Erlaubnis, dieses Foto für den angegebenen Zweck veröffentlichen zu dürfen. Herkömmliche Fotos bitte an Rudolf Kley, Bahnhofstr. 134, 47137 Duisburg schicken.

Es ist nicht das erste Mal, dass Rudolf Kley seine Kunst zu Protesten im Gesundheitswesen nutzt. 1988 hat er den Handzettel "Wer jetzt krank wird, kann sich gleich erschießen!" für den Apothekerverband Duisburg/Niederrhein gestaltet, mit dem Norbert Blüm empört in der Tagesschau wedelte. Für Gesundheitsminister Seehofer stellte er 1993 einen rekordverdächtigen, 2 Kilometer langen Beschwerdebrief aus Patientenunterschriften zusammen. Vor drei Jahren brachte der Apotheker Patienten dazu, ihm ihren Löffel als Vorgriff auf die Folgen der Gesundheitsreform vorsorglich abzugeben. Die bundesweite Sammelaktion gipfelte in einem Riesengeklapper -Apomopp- auf dem Apothekertag 2003 in Köln. Die Löffel wurden zu einem Kunstwerk verarbeitet. Dieses Patientenmahnmal wurde dem Gesundheitsministerium zu Beginn der neuen Wahlperiode als Leihgabe angeboten. Dort fürchtete man aber die Polemik, die schon in dem Namen der Aktion "Löffelabgeben" steckt. Rudolf Kley antwortete darauf mit einer "Versöhnungsgrafik im Gesundheitswesen". Ihre heilende Ausstrahlung soll bei den Patienten die Pillen ersetzen, die Ärzte jetzt nicht mehr verschreiben. Motto: "Grafik an er Wand, und Du wirst nicht mehr krank!"

Die T-Shirts für die aktuelle Aktion kann man direkt bei mister ad® werbeproduktion (August-Becker-Str. 10, 45711 Datteln, Telefon 0 23 63 /56 79 - 0, Telefax 0 23 63 /56 79 - 29) zum Sonderpreis von 10 EUR zuzügl. Versandkosten bestellen. E-Mail info@mister-ad.de. Größenangabe nicht vergessen.

15.08.2006

(Quelle: Rudolf Kley)


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