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Leistenbruch-Op per Roboter ohne eine einzige Naht |
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Hamburg - Der Leistenbruch ist das Leiden der Aktiven. Eine verblüffende
Op-Technik mit einem Operations-Roboter beseitigt diese risikobehaftete
Erkrankung ohne Öffnung des Bauchraums so schonend und schnell wie nie. Per
Video vom Chirurgen gesteuert, umgehen die nur wenige Millimeter dünnen
Roboterarme alle Hindernisse und erreichen minimal invasiv das
Einsatzgebiet. Die empfindlichen Muskeln, Nerven und Gefäße der
Leistengegend werden nicht verletzt. Die Reparaturmaßnahmen von innen werden
geklebt. Ohne eine einzige Naht kann der Patient die Klinik in den meisten
Fällen nach fünf bis zwölf Stunden verlassen.
Die Münchner Robotic Surgery Clinic findet weltweit medizinische Anerkennung
für robotergestützte Operationen. Das dort sehr erfolgreich angewandte
hochmoderne High-Tech-System für die Beseitigung eines Leistenbruchs
erfordert nur drei winzige Zugänge unterhalb des Nabels. Durch eine der
Öffnungen (1 cm) wird ein Navigationssystem mit Mini-Kamera in den Körper
geführt. Die anderen werden für fünf Millimeter dünne Schläuche benötigt,
über die operiert wird. Per Joy-Stick oder Sprache steuert der Chirurg aktiv
seinen zuverlässigen elektronischen "Assistenzarzt", einen Medizinroboter.
Der minimal invasive Eingriff erfolgt schonend um den Bauchsack herum. Ein
Monitor zeigt das Geschehen live in perfektem Bild. Der Chirurg verklebt die
Schwachstelle mit einem Gewebenetz, das menschlichem Zellmaterial sehr
ähnlich ist. Der Körper produziert Reparaturzellen, und das Netz löst sich
später auf.
Die neue High-Tech-Op durch den Facharzt für Chirurgie und medizinischen
Leiter der Robotic Surgery Clinic, Professor Dr. Ralf Renner, ist die
einzige Methode, bei der ein beidseitiger Leistenbruch in einer Sitzung
operiert werden kann.
Die Roboter-Chirurgie hat vor allem schnelle Beschwerdefreiheit zum Ziel.
Der Patient ist nach 24 Stunden wieder an seinem Arbeitsplatz und bereits
belastbar. Oft ist eine Woche nach dem Eingriff sportliches Training
möglich. Das Wiederholungsrisiko liegt bei 0,3 Prozent. Die sofortige
Mobilität ist ein entscheidender Kostenfaktor. Deshalb erstatten immer mehr
Krankenkassen die Aufwendungen: Die Lebensqualität-Methode ist unterm Strich
günstiger.
Die Leistengegend mit ihren sechs Pforten ist unser gefährdetster
Belastungspunkt. Männer sind stärker bedroht, da der Samenstrang durch die
Leiste führt. Fußball, Handball und andere kraftvoll ausgeübte Sportarten
wie Speerwurf oder Hammerwerfen sind Risikohandlungen. Manchmal genügt
jedoch auch schon schweres Heben oder Bauchpressung ... und geschwächtes
Gewebe rund um die Leistenpforten gibt nach. Der Bauchsack wird nach außen
gedrückt. Dann ist der Darm nicht mehr ausreichend geschützt. Eine nicht
behandelte Einklemmung wäre mit der Zeit lebensbedrohend.
09.05.2006
(Quelle: Robotic Surgery RS GmbH)
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