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25 Jahre Deutsche Leukämie-Forschungshilfe, 10 Jahre Deutsche Kinderkrebsstiftung |
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Ministerin Ursula von der Leyen und Staatssekretär Klaus Theo Schröder betonen Bedeutung der Selbsthilfe
Bonn,5.11.2005 — Krebs bei Kindern ist heute in 80 % der Fälle heilbar. Private Forschungsförderung durch Elternverbände hat erheblich zu diesem Erfolg der Kinderheilkunde beigetragen. Dies und das wegweisende Engagement der Eltern in der Verbesserung der Begleitumstände der Krebsbehandlung von Kindern würdigte die niedersächsische Ministerin und voraussichtliche Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen auf dem 25-Jahres-Jubiläum der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe, des Dachverbandes der Elterngruppen zugunsten krebskranker Kin-der, heute in Bonn. Auch Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesministerium für Ge-sundheit, betonte die Notwendigkeit der Selbsthilfeorganisation. Beide Politiker sprachen an, dass das derzeitige Arzneimittelrecht für die Behandlung krebskranker Kinder nicht optimal sei. Die meisten in der Kinderkrebsheilkunde anerkannten, unverzichtbaren Medikamente sind für Kinder nicht zugelassen. Eltern krebskranker Kinder haben sich vor 25 Jahren zum Dachverband Deutsche Leukämie-Forschungshilfe zusammengeschlossen. Vor 10 Jahren ging daraus die Deutsche Kinderkrebs-stiftung hervor, die den Großteil der Forschungsförderung übernommen hat. „Mit der Krebsdiagnose eines Kindes ändert sich für die Familie buchstäblich über Nacht alles“, so von der Leyen, „doch Leid und Hilfe liegen nahe beieinander – die Elternvereine leisten weg-weisende Arbeit auf dem Gebiet der Selbsthilfe.“ Grundlegende Verbesserungen für krebskranke Kinder und ihre Familien konnten durch den ehrenamtlichen Einsatz der Elternorganisation in den letzten 25 Jahren erreicht werden: Es entstanden dringend benötigte, ansprechendere Räumlichkeiten in den Kliniken. Es gibt jetzt Psychologen und Sozialarbeiter auf den Stationen, Elternwohnungen in Kliniknähe sowie quali-fizierte Nachsorgeprogramme für die Patienten und ihre Familien. Für die Ärzte in der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie sagte ihr Vorsit-zender Prof. Heribert Jürgens: „In den vergangenen 25 Jahren ist es möglich geworden, dass heute vier von fünf krebskranken Kindern geheilt werden, ein Erfolg, zu dem es enormer An-strengungen bedurfte. Die Deutsche Kinderkrebsstiftung legt den Schwerpunkt ihrer For-schungsförderung auf die Hirntumorforschung, um auch den Kindern mit Hirntumoren zu ei-nem Durchbruch bei den Heilungschancen zu verhelfen. Sie ist so mit den Kinderkrebsärzten eine segensreiche Allianz für den Fortschritt in der Kinderonkologie eingegangen.“ Die Deutsche Kinderkrebsstiftung und der Dachverband haben bis heute 160 Forschungspro-jekte mit zusammen über 16 Mio. Euro gefördert. Auf dem Gebiet der Nachsorge betreibt die Kinderkrebsstiftung seit 2003 das Waldpiraten-Camp mit einem Jahresetat von 750.000 Euro. Aus dem Sozialfonds erhalten jedes Jahr rund 600 Familien, die aufgrund der Krebserkrankung ihres Kindes in Not geraten, einen drei- bis vierstelligen Eurobetrag. Alle Aktivitäten werden von Spenden finanziert.
20.12.2005
(Quelle: Deutsche Kinderkrebsstiftung)
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