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Kältewelle: Bauchfrei birgt Gesundheitsrisiken


Hamburg, 29. Januar 2006. Rund eine Million Teenager - so schätzen Experten - unterschätzen die gesundheitlichen Folgen der anhaltenden Kältewelle. Sie setzen weiter auf tief geschnittene Hüfthosen und dünne Shirts und riskieren bei Minusgraden, dass Rücken und Bauch auskühlen. Die fatalen Folgen: Aus einer harmlosen Erkältung wird schnell eine Lungenentzündung, auch schmerzhafte Blasen- und Nierenbecken-Entzündungen werden dadurch begünstigt.

"Wer schön sein will, muss frieren" nach diesem Motto setzt sich der Modetrend aus dem Sommer jetzt auch im Winter fort: Unterhemden sind "uncool", dicke Pullover etwas für "Spießer" und ein möglichst tiefgeschnittenes Dekolletee gilt als sexy. "Besonders betroffen sind die 13- bis 16-Jährigen", sagt Dr. Sabine Voermans, Leiterin der TK-Gesundheitsvorsorge. Sie folgen den Modetrends ihrer Stars und müssen gleichzeitig mit der kalten Realität klarkommen. Auf dem Weg zur Schule oder zum Ausbildungsplatz sind sie meistens auf Bus oder Fahrrad angewiesen und stehen länger in der Kälte. Eine hastig übergeworfene Jacke reicht dann nicht, um den Körper an seiner empfindlichsten Stelle bei Wartezeiten oder in gebeugter Haltung auf dem Fahrrad warm zu halten.

Um die schlimmsten Folgen der Kälte- und Modewelle zu vermeiden, sollten Eltern mit ihren Töchtern über die möglichen Folgen sprechen und Alternativen vorschlagen, rät die Ärztin. Besonders zu empfehlen ist bei Kälte Kleidung, die nach dem Zwiebelprinzip aus mehreren dünnen Schichten besteht. Der Vorteil für die Teens: In der warmen Schule angekommen, lassen sich Pullover oder Sweatshirt-Jacken schnell wieder ausziehen und man sieht wieder "cool" aus.

31.01.2006

(Quelle: Techniker Krankenkasse)


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