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Centrum für Reisemedizin warnt: Gefahr für Darminfektionen bei Reisen nach China |
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Aus China werden derzeit zahlreiche Fälle von Durchfallerkrankungen und vereinzelt auch von Cholera gemeldet. Betroffen sind insbesondere die Küstenregionen, aber auch Großstädte und Handelsregionen wie Shanghai und Hongkong. Das Centrum für Reisemedizin (CRM), Düsseldorf, empfiehlt allen, die eine Reise nach China planen, sich von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt oder Apotheker über die notwendige Gesundheitsvorsorge beraten zu lassen.
In den meisten Fällen wurden die Infektionen durch unzureichend gegarte Meeresfrüchte übertragen. "Der Verzehr von rohem Fisch, der in den asiatischen Ländern sehr beliebt ist, aber auch von Muscheln, birgt immer ein Risiko für Darminfektionen. Reisende sollten daher unbedingt die alte englische Grundregel: ‚cook it, peel it or forget it' beachten - also nur das essen, was hygienisch einwandfrei ist", rät Dr. Burkhard Rieke vom CRM.
Zur grundsätzlichen Gesundheitsvorsorge bei Reisen nach China gehört nach Ansicht erfahrener Reisemediziner ein aktiver Impfschutz vor Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie sowie vor Hepatitis A. Diese Form der Gelbsucht wird ebenfalls über verunreinigte Nahrung übertragen. Die reisemedizinische Beratung sollte darüber hinaus individuell je nach Reiseregion und Art der Reise klären, ob Impfungen gegen Typhus, Hepatitis B und Tollwut sinnvoll oder notwendig sind, aber auch, welche Vorsorge aktuell bei Reisen in die durch Giftunfälle betroffenen Regionen am Fluss Songhua und in der Provinz Chongqing zu treffen sind.
China gehört zu den Ländern, die von der Vogelgrippe betroffen sind. Bis Anfang Dezember waren mehr als 30 Ausbrüche gemeldet. Das CRM empfiehlt daher allen Reisenden, in den betroffenen Regionen jeglichen Kontakt mit Vögeln zu vermeiden und auch Geflügelgerichte und Eierspeisen nur gegart zu akzeptieren.
Das Centrum für Reisemedizin veröffentlicht auf den Internetseiten www.crm.de und www.travelmed.de aktuelle Reise-Gesundheitsinformationen über alle Länder der Welt. Über eine Suchmaschine können Adressen von Ärzten und Apotheken mit reisemedizinischer Fortbildung nach Postleitzahlen sortiert abgerufen werden.
20.12.2005
(Quelle: Centrum für Reisemedizin)
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